SN Energie

Aquapower

IG Kleinwasserkraft Glarus

Aktueller Status

Am 26. September konnte mit dem Ausbruch des Stollens begonnen werden. Läuft alles nach heutigem Plan, rechnen wir mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage im Frühjahr 2018.


Nachdem die ersten rund 1‘150 m des Stollens in der erwarteten Bergsturzmasse planmässig aufgefahren werden konnten, kam es anschliessend wiederholt zu Stillständen. Dies aufgrund grosser Presskräfte, welche ein Weiterkommen verunmöglichten. Am 17. Juli 2015 bzw. bei ca. Tunnelmeter 1‘299 musste der Rohrvortrieb eingestellt werden. Das Büro Amberg Engineering AG (AE) erstellte als Fachplaner Tunnelbau ein alternatives Vortriebskonzept für den noch fehlenden Teil des Druckstollens, zwischen der Triebwasserfassung Herren und der festsitzenden Bohrmaschine. Die noch fehlenden ca. 350 m sollten nun in einer alternativen Bauweise mit einem Gegenvortrieb und die Querung unter dem Sernf in Tagbauweise erstellt werden. Aus der neuen Startbaugrube, nördlich des Sernfs, wird ein Stollen erstellt, der gerade gross genug ist, die Tunnelbohrmaschine in Richtung Zielschacht herausziehen zu können. Wenn diese geborgen ist, werden die bereits vorhandenen und ursprünglich für den Pressvortrieb vorgesehenen Rohrsegmente eingebaut. Der verbleibende Raum zwischen Ausbruchsicherung und Rohr wird verfüllt um den Ursprungszustand des Gebirges wieder herzustellen.

Die Vorbereitung beim Startschacht für den Gegenvortrieb wurden Ende Juni abgeschlossen. Die ARGE Doppelpower, unter Federführung der Firma Rothpletz und Lienhard, konnte nach der Baustelleninstallation mit ersten Erkundungsbohrungen anfangs August beginnen. Am 26. September konnte  mit dem Ausbruch des Stollens begonnen werden. Um Synergien mit dem sich in der gleichen Zentrale befindlichen KW Seidendruckerei zu nutzen, wurde in der Zentrale die Turbine bereits installiert. Läuft alles nach heutigem Plan, rechnen wir mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage im Frühjahr 2018. Ebenso konnte die Finanzierung der Mehrkosten mit den Banken und den  Aktionären sichergestellt werden. Die Projektänderung verursacht einen grossen negativen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit, die Bauherrschaft ist aber überzeugt, dass sich die Investition mit Energie aus erneuerbarer Quelle langfristig als richtig erweist.